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Individualreisen nach Vietnam

Sie möchten Vietnam mit dem Zug bereisen? So können Sie auf eine ganz angenehme und interessante Art und Weise die andere Kultur entdecken. Vietnam eignet sich dabei ideal für eine Zugreise – es ist möglich, das ganze Land von Hanoi im Norden bis Ho Chi Minh (Saigon) im Süden mit dem Zug zu bereisen. Mit dem Zug können Sie außerdem von Peking aus in Vietnam anreisen!

Nachstehend finden Sie unser Reiseangebot für Vietnam. Es ist nur unser Vorschlag, der beliebig an Ihre Wünsche und Vorstellungen angepasst werden kann. Sollen Sie Änderungen wünschen oder Rückfragen haben, beraten wir Sie gerne und unterbreiten Ihnen ein auf Ihre Wünsche zugeschnittenes Angebot!

VTE Zugreise durch Vietnam: Hanoi – Hue – Da Nang – Ho Chi Minh Stadt (Saigon) 13 Tage ab 545 €

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Die schönsten Zugstrecken in Vietnam

Wiedervereinigungsexpress von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt

Die über 1700 km lange Strecke zwischen Hanoi und Ho-Chi-MInh-Stadt (ehemals Saigon) ist die längste und (sowohl landschaftlich als auch historisch) die spannendste Bahnroute in Vietnam. Die Bahnlinie wurde während der Kolonialzeit (1936) von den Franzosen gebaut. Bis 1954, als Vietnam geteilt wurde, verkehrten die Züge zwischen den zwei größten Städten des Landes. Während des Vietnamkrieges erlitt die Linie starke Schaden. Doch ziemlich schnell nach der Wiedervereinigung, begann der Aufbau dieser wichtigsten Bahnstrecke des Landes. Seit Ende 1976 fährt die Bahn wieder durch dieses einst geteilte Land.

Heute verkehren auf dieser Strecke mehrere Züge täglich. Der Zug von Hanoi nach Saigon braucht als Expresszug 32 und als Normalzug 40 Stunden. Die Expresszüge fahren täglich in jede Richtung. Die Züge mit der Kennzeichnung „SE“ haben ein bisschen höheren Standard und fahren schneller als die Züge mit Kennzeichnung „TN“. Die Züge mit ungeraden Nummern gekennzeichnet (z.B. SE1, SE3, TN1 etc.) fahren südwärts und die Züge mit geraden Nummern (SE2, SE4, TN2) nordwärts.

Die schönste Bahnstrecke in Vietnam von Hue nach Danhang

Der wohl schönste Streckenabschnitt befindet sich zwischen Hue und Danhang. Der Zug fährt entlang der Südchinesischen Meerküste und schlängelt über dschungelbewachsene Kliffen. Die goldenen Strände und wolkennahe grüne Berge wirken magisch. Der direkt am Meer gelegener Bergpass ist etwa 496 m hoch. Hier liegt auch die natürliche Grenze und Wetterschei­de zwischen Nord- und Südvietnam: der Hai-Van-Pass (auf vi­etnamesisch Wolkenpass), der etwa 20 km lang ist.

Die gesamte magische Route ist ca. 80 km lang. Die Fahrt dau­ert knappe 3 unvergessliche Stunden. Die Reisenden erwarten traumhafte Aussichten aus den Zugfenstern. Da dieser Stre­ckenabschnitt als der schönste in ganz Vietnam gilt, ist bei der Planung einer Bahnreise von Hanoi nach Saigon (oder umge­kehrt) zu empfehlen, diesen tagsüber zu überque­ren.

Reisesicherheit in Vietnam

Generell ist Vietnam ein sehr sicheres Reiseziel. Verbrechen jeglicher Art sind sehr selten. Kleinkriminalität in Form von Handtaschen-Diebstählen kommt in den Großstädten jedoch gelegentlich vor. Auch alleinreisende Frauen sollen sich auf einer „einsamen“ Reise in Vietnam keine größeren Sorgen machen. Natürlich ist leichtsinniges Verhalten zu meiden.

Auch vietnamesische Züge gelten als sicher. Natürlich sollte man aber auf Wertsachen aufpassen und allgemeine Vorsicht bewahren.

Wie in anderen südostasiatischen Ländern wird auch in Vietnam das chaotische Straßenverkehr zur größten Gefahr.

Zugreisen in Vietnam

Waggonklassen in Vietnam

Die vietnamesische Eisenbahn bietet den Reisenden ein paar Wagonklassen an:

Soft Sleeper Klasse in Vietnam

Klimatisierter Schlafwagen mit abschließbaren 4-Bett-Abteilen, Betten mit weichen Matratzen.

Hard Sleeper Klasse in Vietnam

Meistens klimatisierter Schlafwagen mit nicht abschließbaren 6-Bett- Abteil, Betten mit etwas dünneren Matratzen (3–5 cm).

Soft Seat Klasse in Vietnam

Gepolsterte Sitzplätze in einem klimatisierten Großraumwagen, oft mit Fernseher.

Hard Seat Klasse in Vietnam

Sitzplätze, Plastik oder Holzsitzfläche. Diese Klasse wird nicht auf allen Strecken angeboten. Fenster können geöffnet wer­den.

Ordinery Hart Seat / Holzklasse in Viet­nam

Sitzplätze (Holzbänke) auf den kurzen Strecken verfügbar.

Touristenwaggons in Vietnam

In den Linienzügen bietet die vietnamesi­sche Bahn auf man­chen Routen (meist in den Zügen SE1/2) auch spezielle Wag­ons „nur für Touristen“. Es handelt sich hier um 4-Bett-Abteile mit höhe­rem Standard.

Zugreisebedingungen in Vietnam

Zugausstattung in Vietnam

Sowohl in den Soft Sleeper als auch in Hard Sleeper Waggons steht rund um die Uhr warmes Wasser zur Verfügung. In der Regel befinden sich die Wasserbehälter im Gang am Ende des Waggons gegenüber vom Schaffner-Abteil. Nach der Abfahrt des Zuges bekommen die Reisenden beider Klassen eines Schlafwagens vom Zugbegleiter die Bettwäsche. Die Toiletten befinden sich an jedem Waggonende. Stromanschluss (110 Volt) ist nur im Gang verfügbar.

Verpflegung in den vietnamesischen Zügen

Fernzüge verfügen in Vietnam meistens über einen Restau­rantwagon. Doch in manchen Zügen sind die Mahlzeiten im Preis der Fahrkarten inbegriffen (z.B. die Fahrkarten der Soft Sleeper Klasse in den Zügen SE1/2). Reisende haben auch die Möglichkeit, sich auf den Bahnsteigen an den Essensständen zu versorgen.

Pünktlichkeit der vietnamesischen Züge

Die Züge in Vietnam verkehren vorwiegend fahrplanmäßig. Ähnlich wie in den anderen Ländern Südostasiens verursacht allerdings auch hier die Regenzeit manchmal sogar mehrstün­dige Verspätungen.

Fahrkartenverkauf in Vietnam

Auch für westliche Touristen ist Bahnreisen in Vietnam kein Ge­heimtipp mehr. All diejenigen, die über eine begrenzte Zeit in Vietnam verfügen, sollen die Karten im Voraus buchen, beson­ders dann, wenn man sich z.B. eine Reise in der Soft Sleeper Klasse wünscht.

Bahnfahrkarten können in der Regel frühestens 60 Tage vor der Abfahrt gekauft werden. Nur für manche Bahnlinien kom­men die Zugtickets bereits 90 Tage vor der Abfahrt in Verkauf, dies gilt allerdings nur für Reisende, die die ganze Fahrstrecke des Zu­ges kaufen.

Internationale Zugverbindungen mit Vietnam

Bahnverbindungen bestehen ausschließlich zu China. Der Zug von Peking nach Hanoi verkehrt zweimal pro Woche in beiden Richtungen. Es gibt auch tägliche Bahn­verbindungen von Hanoi nach Nanning. Da die Spurweite unterschiedlich ist, ist hier Um­steigen an der Grenze notwendig.

Bahnverbindungen mit den benachbarten Ländern Kambo­dscha und Laos bleiben immer noch in Planung.

Zuggasse („train street“) in Hanoi

Im Zentrum von Hanoi befindet sich eine Straße wie viele anderen mit dem einzigen Unterschied, dass hier mitten auf der Straße statt Autos dutzende Züge täglich fahren. In diesem Teil der Welt ist das keine so ungewöhnliche Ansicht und für so manchen Mitteleuropäer werden die Züge, die mitten durch die bewohnbaren schmalen Gassen fahren, zum Highlight der Reise.

Die beste Reisezeit nach Südostasien

Tropisches Klima in Südostasien

Das Klima in Südostasien ist im überwiegenden Teil tropisch und feucht. Nur in Myanmar und im Norden Thailands gibt es Trockenzeiten zwischen Januar und April/Mai, in denen es ein­fach sehr heiß werden kann (bis deutlich über 40 Grad Celsius). Die Temperaturschwankungen sind im tropischen Kli­ma nicht so groß wie man es in Europa gewöhnt ist. Auch in der Nacht kühlt es nicht merklich ab. Zu überlegen sind daher Zim­mer mit Klimaanlage sowie die Wahl klimatisierter Züge.

Auch wenn diese Region auf den ersten Blick homogen scheint, sind aber die klimatischen Bedingungen zwischen den einzelnen Ländern (teilweise auch innerhalb eines Landes!) oft von Ort zu Ort sehr verschieden. Es ist daher zu raten, sich über seinen Reisezeitraum in Südostasien rechtzeitig und aus­führlich zu informieren.

Die Regenzeit in Südostasien

Die Besonderheit vom tropischen Klima ist die Regenzeit. In Myanmar ist die Regenzeit zwischen Mai und Oktober, in Ma­laysia zwischen Oktober und Dezember, in Singapur von No­vember bis Dezember (plötzliche Gewitter gehören hier aber zur Tagesordnung auch zwischen Juni und August). In dem großen Land Thailand fällt die Regenzeit sehr unterschiedlich aus, in Bangkok z.B. zwischen Juni und Oktober.

In Vietnam ist es komplizierter: das Land lässt sich grob in drei Klimazonen unterteilen, die auch unterschiedliche Regenpha­sen haben. Das typische Tropenklima gilt nur für den Süden von Vietnam, wo es zwischen Mai und Oktober zu Regen­schauern kommt. Die Gefahr von Taifunen besteht jedoch bis spät im November. Im Norden des Landes, darunter in Hanoi fällt der Regen sowohl im Winter als auch im Sommer, im Win­ter ist ist es allerdings noch zusätzlich etwas kühler.

Doch die Regenzeit in Südostasien hat als Nebensaison auch nicht wenige Vorteile gegenüber der trockenen Hochsaison und ist keinesfalls mit unserem europäischen kalten und dunklen Herbst und Winter zu vergleichen. Die schweren Tropenschau­er gehen dort nur ein- bis zweimal täglich nieder, der Rest des Tages ist meist heiter oder leicht bewölkt. Dauerregen kommt nur selten bis nie vor. Und selbst wenn es einmal dauerregnen sollte, so ist das Klima immer lauwarm und angenehm, sodass man Regenjacke, feste Schuhe und lange Hose ruhig daheim lassen kann. Auch ein Regenschirm nützt hier wenig, da, wenn es einen richtigen Monsunregenschauer gibt, selbst der beste Regenschirm und die tollste Regenjacke keinen wirklichen Schutz bieten. Das beste ist dann, sich einen sicheren Unter­schlupf zu suchen und abzuwarten, bis das Spektakel vorüber ist.

Die Regenzeit bringt auch ein paar spürbare Vorteile:

  1. Flüge nach Südostasien sind in der Regenzeit günstiger.
  2. Unterkunft, Verpflegung vor Ort usw. sind preiswerter.
  3. Das Landschaftsbild ist vielfältiger in der Regenzeit.
  4. Es gibt deutlich weniger Touristen, was freie Strände, keine überlaufenden Unterkünfte und Touristenattraktionen zur Folge hat.
  5. Es kann durchaus erfrischend sein, einmal frischen Regen auf der Haut zu spüren.

Allerdings muss man beachten, dass in den Sommermonaten die Gefahr tropischer Wirbelstürme besteht. Eine Reise in den Monaten Juni, Juli und August ist daher eher zu meiden.

Einen bedeutsamen Nachteil bringt die Regenzeit auch für Bahnreisende, da es während der besonders heftigen Regen­fälle zu vielen und langen Zugverspätungen kommt.

Optimale Reisezeit nach Südostasien

Dank ihrem tropischen Klima werden Vietnam, Singapur, Malaysia, Thai­land und Myanmar über das ganze Jahr besucht. Die hohen Temperaturen und die Regenzeit werden allerdings von Euro­päern nicht immer als angenehm empfunden. Die beste Reise­zeit ist daher für diese Personen das europäische Winterhalb­jahr, besonders die etwas kühlere Trockenzeit zwischen De­zember und März. Man muss jedoch berücksichtigen, dass die hohe Luftfeuchtigkeit nie ganz nachlässt und dass dann auch fast alle Touristen fahren. Lediglich für die Südostküste von Thailand und für die Ostküste von Malaysia ist die tatsächliche Sommerzeit von Juni bis Au­gust zu empfehlen.

Zeitzonen in Südostasien

  • Singapur: + 7 Stunden zu Berlin
  • Malaysia: + 7 Stunden zu Berlin
  • Vietnam: + 6 Stunden zu Berlin
  • Thailand: + 6 Stunden zu Berlin
  • Birma/Myanmar: + 5,5 Stunden zu Berlin

In keinem der Länder erfolgt die Umstellung auf Sommerzeit.

Achtung: Wegen Zeitunterschied von i.d.R. 1 Stunde zwischen fast allen Ländern in Südostasien sollte man sich beim Kauf ei­ner Bus- oder Zugfahrkarte unbedingt vergewissern, welche Uhrzeit als Abfahrtszeit gemeint ist.

Vietnam – Visa und Formalitäten

Für einen Aufenthalt bis 15 Tagen brauchen deutsche Staats­bürger, vorläufig bis zum 30.06.2016 kein Visum mehr. Es müs­sen dabei folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  1. Die Einreise erfolgt nicht früher als 30 Tage nach der letzten Ausreise aus Vietnam (es ist zu empfehlen, ein Rück- oder Weiterreiseticket dabei zu haben).
  2. Der Reisepass ist mindestens 6 Monate über den Ausreise­datum gültig.

Für einen Aufenthalt zu touristischen Zwecken über 15 Tage bis maximal 30 Tagen sowie für zwei- oder mehrfache Einrei­sen nach Vietnam muss ein Touristenvisum beantragt werden.

Es besteht Registrierungspflicht in Vietnam, diese wird jedoch meist vom Hotel übernommen.

Südostasien – Reisetipps

Bekleidung für das tropische Klima

Für das tropische Klima sind leichte, natürliche Stoffe am bes­ten geeignet. Für klimatisierte Räume, die in Südostasien nicht unüblich sind, kann man allerdings aber auch einen Pullover oder eine Jacke gut gebrauchen. Unbedingt notwendig ist auch ein Regenschutz, da es in manchen Gebieten (z. B. in Singa­pur) nahezu täglich nachmittags wolkenbruchartig regnet. Nützlich sind Geldgürtel, Sonnenhut und -brille, Reisewecker, Ohrstöpsel, Fernglas sowie Steckdosenadapter.

Gesundheit im tropischen Klima

Sie sollen immer eine Flasche Wasser parat haben! In wärme­ren Gegenden werden Sie einen höheren Flüssigkeitsbedarf haben, dies kann je nach körperlicher Anstrengung und Außen­temperatur bis zu 4 Liter Flüssigkeit mehr pro Tag bedeuten.

In die Reiseapotheke gehören vor allem: ein Desinfektionsmit­tel, Arzneimittel gegen Fieber und Schmerzen, Medikamente gegen Durchfall. Sonnenschutzmittel sollen in Ihrem Gepäck nicht fehlen. Auch Mückenschutzmittel ist in vielen Orten uner­lässlich.

Impfvorschriften für Südostasien

Bei Direkteinreise aus Deutschland in die Länder Südostasiens besteht keine Impfpflicht. Es ist jedoch ratsam, rechtzeitig vor der Reise d/h2en Arzt Ihres Vertrauens zu konsultieren, da in indi­viduellen Fällen eine Impfung notwendig oder zu empfehlen wäre. Empfohlen werden i.d.R. Tetanus, Polio und Diphtherie Impfungen bzw. die Auffrischung dieser Impfungen. Normaler­weise erfolgt die Grundimmunisierung für alle drei Krankheiten im Kindesalter, es wird aber empfohlen die Impfungen aufzufri­schen, wenn die letzte Auffrischimpfung länger als 10 Jahre zu­rückliegt. Darüber hinaus gibt es Empfehlungen für sogenannte Indikationsimpfungen, die nur bei besonderen Gefahren erfor­derlich sind. Hierzu zählen in erster Linie Hepatitis A, Hepatitis B, Typhus und Gelbfieber.