Kaukasus mit dem Zug entdecken

Reiseangebote für Armenien, Georgien und Aserbaidschan

Vom Schwarzen bis zum Kaspischen Meer mit der Bahn?

Wussten Sie, dass Sie den Kaukasus mit dem Zug bereisen können? Wir spezialisieren uns darauf, teilweise ganz unterschiedliche Länder während einer Reise mit der Bahn zu verbinden und so auf eine ganz angenehme und interessante Art und Weise verschiedene Länder und Kulturen zu entdecken. So ist es zum Beispiel möglich, vom Schwarzen bis zum Kaspischen Meer mit der Bahn zu reisen!

Nachstehend finden Sie die Fahrpläne und Preise für die wichtigsten Bahnstrecken im Kaukasus sowie unser Beispielangebot für eine Bahnreise durch den Kaukasus von Aserbaidschan über Georgien nach Armenien. Es ist nur unser Vorschlag, der beliebig an Ihre Wünsche und Vorstellungen angepasst werden kann. Sollen Sie Änderungen wünschen oder Rückfragen haben, beraten wir Sie gerne und unterbreiten Ihnen ein auf Ihre Wünsche zugeschnittenes Angebot!

Strecke 3. Kl. 2. Kl. 1. Kl.
Baku – Tbilissi 80 € 150 € 170 €
Tbilissi – Jerewan 105 € 160 € 190 €

Letzte Aktualisierung: August 2021.

1. Klasse = Schlafwagen, 2-Bett-Abteil
2. Klasse = Schlafwagen, 4-Bett-Abteil

3. Klasse = Großraum-Schlafwagen ohne Abteile

Sie können bei uns jede Reiseroute und jede Bahnklasse anfragen. Wir entwickeln zusammen mit Ihnen Ihr eigenes Reisekonzept und setzen Ihre eigene Reiseidee um!

Bahnreise Kaukasus

  • Kaukasus, Armenien

Baku – Tiflis – Jerewan

ab 639 € zzgl. Flug

850 km | 11 Tage | KUS

Kaukasus-Reise buchen

Eisenbahn in Kaukasus

Die Bergregio­n Kaukasus stellt eine natürliche Grenze zwischen Europa und Asien dar. Der Kaukasus kann den Reisenden sehr viel bieten: atemberaubende Berglandschaften, gastfreundliche Menschen, vielfältige Küche und unvergessliche Begegnungen.

Eine Reise mit dem Zug ist in Kaukasus allerdings nicht beliebig möglich. Zwischen Armenien und Aserbaidschan besteht wegen des Konflikts um Bergkarabach keine Eisenbahnverbindung. Nur von Georgien fahren in beide gestrittene Länder internationale Züge. Um eine Strecke nicht doppelt fahren zu müssen, sollte man daher die Reise in Armenien oder Aserbaidschan beginnen. Georgien soll dagegen möglichst „in der Mitte“ geplant werden.

Nachtzüge in Kaukasus

Sowohl in Armenien und Georgien als auch in Aserbaidschan gibt es in allen Nachtzügen drei Wagonarten:

  • 3. Klasse (Platykartnyj) = Schlafwagen ohne abschließbare Abteile
  • 2. Klasse (Kupiejny) = Schlafwagen, abschließbare 4-Bett-Abteile
  • 1. Klasse (Lux) = Schlafwagen, abschließbare 2-Bett-Abteile

Aserbaidschanische Eisenbahn

Aserbaidschan besitzt ein 2125 km langes Eisenbahnnetz. Das Netzwerk und die Züge werden von der Aserbaidschan Staats­bahn (ADDY – Doövlet Azerbaycan Demir Yolu) betrieben. Der Eisenverkehr in Aserbaidschan konzentriert sich rund um die Hauptstadt Baku, die Hauptverkehrsknotenpunkt ist und von der fast alle Züge fahren.

Internationaler Reiseverkehr besteht zu der Russischen und der Georgischen Eisenbahn. Die Bahnverbindung mit Armeni­en, sowie der gesamte Grenzverkehr wurde wegen des Kon­flikts um Bergkarabach eingestellt. Die Grenze nach Russland kann dagegen nur von Bürgern der GUS-Staaten überschritten werden.

Zu den schönsten Strecken gehört die Strecke zwischen Baku und Astara (einer kleinen Stadt an der Grenze zu Iran). Diese außergewöhnlich malerische Route ist 315 km lang und führt am Ufer des Kaspischen Meers entlang. Es besteht leider kei­ne Bahnverbindung zu der iranischen Grenzstadt, die ebenfalls Astara heißt. Eine Weiterreise nach Teheran ist daher nicht möglich. Zu beachten sind die Öffnungszeiten des Grenzüber­gangs: 9:00 – 18:00 Uhr.

Die Züge der Aserbaidschanischen Eisenbahn sind keine Hochgeschwindigkeitszüge. Sie sind relativ langsam, bieten aber eine bequeme und sichere Möglichkeit, das Land zu be­reisen. Die Nachtzüge in Aserbaidschan sehen den Zügen der anderen postsowjetischen Länder ähnlich.

Georgische Eisenbahn

Georgien verfügt über ein insgesamt 1612 km langes, vollständig elektrifiziertes Schienenverkehrsnetz., das durch nationale Eisenbahngesellschaft Sakartwelos Rkinigsa betrieben wird.

Im Gegensatz zu anderen Ländern der Region, investiert Geor­gien in die Bahnkommunikation, auch wenn noch viel Aufwand notwendig ist. Die Modernisierung der Bahn beruht vor allem auf dem Ausbau der Bahnverbindung in die Türkei. Auch die Waggons, besonders auf den internationalen Strecken (nach Jerewan und Baku) haben jetzt Klimaanlage.

Eine Bahnverbindung zwischen der Türkei und Georgien befindet sich laut offiziellen Informationen noch im Bau. Die Strecke Achalkalaki – Kars soll aber bald fertig sein. Es bestehen internationale Verbindungen nach Jerewan und Baku. Die Züge aus Georgien in die Hauptstädte von Armenien und Aserbaidschan verkehren täglich. In der Sommersaison fährt sogar ein zusätzlicher Zug von Jerewan nach Batumi.

Armenische Eisenbahn

Die wichtigsten Transportmittel, wie in vielen anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion sind auch in Armenien immer noch die Kleinbusse (Marschrutkas) und Taxis. Armenien be­sitzt lediglich ein 845 km langes Streckennetz, das von der Südkaukasischen Eisenbahn (Harawkowkasjan Jerkatughi) be­trieben wird – einer Tochterfirma der Russischen Eisenbahn (RZD).

Es gibt nicht viele Bahnverbindungen und viele touristisch inter­essante Orte haben gar keine Bahnanbindung. Die vorhande­nen Züge sind zusätzlich ziemlich langsam. Aber trotz all die­ser scheinbaren Unannehmlichkeiten ist eine Bahnreise in Ar­menien eine gute Alternative für all diejenigen, die das Land bequem und auf eine interessante Weise erkunden wollen.

Es besteht zur Zeit nur eine internationale Bahnverbindung mit Georgien (Jerewan – Tiflis). Durch die Schließungen der Gren­zen zur Türkei und Aserbaidschan sind die Bahnverbindungen mit diesen Ländern sowie nach Iran (über Aserbaidschan) ein­gestellt.

Bahnstreckennetz in Kaukasus

Bahnstrecke Baku – Tiflis

Auf dieser Strecke verkehren in beide Richtungen die Züge Nr. 37/38. Zur Verfügung stehen Wagons der 2. Klasse mit 4-Bett-Abteilen und Wagons der 1. Klasse mit 2-Bett-Abteilen. Der Zug von Baku nach Tiflis fährt täglich um 20.45 Uhr ab (Ankunft in Baku am nächsten Tag um 11.40). Der Zug von Tif­lis nach Baku fährt auch jeden Tag um 16.30 Uhr ab und kommt in Baku um 10.20 Uhr an.

Die Reise mit dem Nachtzug ist langsam, aber komfortabel. Zu beachten ist allerdings, dass die Züge an zwei ziemlich „un­freundlichen“ Grenzübergängen halten. Lange Verzögerungen sind deshalb Routine. Bis ca. 3 Stunden Aufenthalt ist an jeder Grenze zu erwarten.

Die Fahrkarten sollen im Voraus gebucht werden, besonders während Ferien und Feiertage (wie Namas).

Bahnstrecke Jerewan – Tiflis

Die Bahnstrecke nach Tiflis ist die einzige armenische interna­tionale Bahnverbindung. Zur Verfügung stehen auch hier Wag­ons der 3. Klasse mit „offenen“ Abteilen, Wagons der 2. Klasse mit 4-Bett-Abteilen und Wagons der 1. Klasse mit 2-Bett-Abtei­len.

In Jerewan gibt es zwei Bahnhöfe. Der Zug nach Tiflis fährt von der Sasuntsi Davit Station ab, die mit der Metro leicht zu erreichen ist. Der zusätzliche Sommerzug aus Georgien startet ab Makhindjauri Station in Batumi – in diesem Fall ist Tiflis eine Zwischenstation. Der Bahnhof in Tiflis heißt Vakzlis Moedani und ist ebenso leicht mit dem Metro zu erreichen.

Reisesicherheit in Kaukasus

Die Kaukasus Länder (Armenien, Georgien und Aserbai­dschan) gehören zu den sichersten Ländern der Welt. Die Kri­minalitätsraten sind sehr niedrig im internationalen Vergleich. Im gesamten Kaukasus werden die Menschen von Reisenden als sehr gastfreundlich und offen beschrieben. Der gesunde Menschenverstand sollte aber genauso hier, wie auch Zuhause jedem der untrennbare Begleiter sein.

Obwohl der Kaukasus geografisch einheitlich aussieht, ist die­se Region ethnisch, religiös, politisch und kulturell dennoch sehr unterschiedlich. Alle Reisende sollen sich daher an ein paar Regeln halten. Man soll sich auf jeden Fall des großen Unterschieds zwischen der ländlichen Regionen und der Groß­städten bewusst sein. Auf dem Land, besonders in den Bergre­gionen leben die Menschen immer noch sehr traditionell. Kurze Shorts sind dort z.B. für Männer unangemessen. Große Städte wurden stark durch Sowjetunion beeinflusst. Die Menschen kleiden sich hier eher „europäisch“ und es muss nicht auf die Kleidung allzu sehr geachtet werden. Frauen sollen sich aber in Gesamtkaukasus möglichst gewagt kleiden.

Zu beachten ist außerdem die spezifische politische Situation in manchen Regionen:

Armenien: Nordkarabach – Auswärtiges Amt rät von Reisen in diese Region ab, da sie von Deutschland nicht anerkannt ist. Zu beachten ist außerdem, dass bei Vorlage eines Passes mit Einreisestempel der sogenannten „Republik Bergkarabach” die Einreise nach Aserbaidschan verweigert wird!

Georgien: die an der russischen Grenze gelegenen Konfliktge­biete Abchasien und Südossetien gelten ebenfalls als unsicher. Die russisch-georgische Grenze darf in diesen Regionen nicht überschritten werden.

Aserbaidschan: auch hier wird von Reisen in die Konfliktregi­on Bergkarabach gewarnt. Alle Grenzübergänge zwischen Ar­menien und Aserbaidschan sind geschlossen.

Sie haben Ihr eigenes Reisekonzept? Wir helfen Ihnen gerne bei der Planung und setzen Ihre eigene Reiseidee um!

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Wir beraten Sie gern!

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