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Individualreisen nach Zentralasien, entlang der alten Seidenstraße

Sie möchten Zentralasien mit dem Zug bereisen? Wir spezialisieren uns darauf, teilweise ganz unterschiedliche Länder während einer Reise mit der Bahn zu verbinden und so auf eine ganz angenehme und interessante Art und Weise verschiedene Kulturen zu entdecken. So ist es zum Beispiel möglich, Usbekistan, Kasachstan und China entlang der alten Seidenstraße zu bereisen!

Unsere Reiseangebote finden Sie auf unseren Seiten unter:

https://www.eyand.de/usbekistan

https://www.eyand.de/kasachstan

https://www.eyand.de/mongolei

https://www.eyand.de/iran

Wir freuen uns, wenn Ihnen eines unserer Angebote zusagt! Sollen Sie Änderungen wünschen oder Rückfragen haben, beraten wir Sie gerne und unterbreiten Ihnen ein auf Ihre Wünsche zugeschnittenes Angebot!

Individualreise nach Zentralreisen buchen

Die Pracht der Seidenstraße

Die Seidenstraße gilt als eine der ältesten Handelsrouten der Welt. Tausende von Kilometern lang war dieses Karawanen­wegnetz, das schon in antiken Zeiten Mittelmeer mit Zentralasi­en und China verband. Die Route der Seidenstraße nahm ihren Ursprung in der chinesischen Stadt Xi’an, führte durch Wüsten, Oasen und schneebedecktes Gebirge zum Schwarzen Meer und nach Rom. Die Seidenstraße diente nicht nur dem Warenaustausch, sondern wurde mit der Zeit auch zu einer wichtigen Kreuzung, wo sich die großen Zivilisationen trafen. Kamele transportieren auf der Seidenstraße nicht nur Seide, Gewürze und Juwelen. Neben Händlern zogen da auch Missionare und Pilger und trieben die Verbreitung der Religionen und Kulturen. Hier trafen zwei verschiedene Zivilisationen aufeinander – der Osten und der Westen – mit ihren ganz besonderen Kulturtradi­tionen, Religionen, wissenschaftlichen und technischen Errun­genschaften.

Die ganze Strecke von China nach Rom in beiden Richtungen zu bewältigen, dauerte damals sechs bis acht Jahre, was zur besonderen Entwicklung der Städte in Zentralasien beitrug. Die Pracht des antiken Karawanenwegnetzes wurde im größ­ten Teil unter dem Sand der Wüsten begraben. Nur wenige Strecken wurden für Touristen rekonstruiert.

Bahnreisen in Zentralasien

Der überwiegende Teil des zentralasiatischen Eisenbahnnet­zes stammt aus der sowjetischen Zeit. In manchen Ländern der Region (wie Usbekistan und Kasachstan) wird gerade die­ser Teil der Infrastruktur am meisten gefordert. Die sowjeti­schen Züge werden modernisiert und die neuen komfortablen Schnellzüge fahren bereits auf den wichtigsten Strecken.

Seidenstraße mit dem Zug bereisen

Der Mythos der Seidenstraße zieht bis heute all diejenigen an, die die märchenhaften abgelegenen Regionen entdecken wol­len. Auf der Seidenstraße unterwegs zu sein, ist heute leichter denn je. Statt auf dem Kamel, ist die Strecke heutzutage in we­nigen Tagen mit dem Zug zu bewältigen. Auch wenn es keine durchgehenden Züge und keine zeitlich gut abgestimmten Um­steigeverbindungen gibt, besteht auf der gesamten Strecke eine lückenlose Eisenbahnverbindung – die letzte Lücke wurde im Jahre 1992 zwischen Almaty (Kasachstan) und Ürümtschi (China) geschlossen. So kann man sich jetzt eine sichere und bequeme Reise mit dem Zug entlang der Alten Seidenstraße gönnen.

Kirgisische Eisenbahn

Das kirgisische Eisenbahnnetz wurde vor dem Zerfall der Sowjetunion gebaut. Internationale Zugverbindungen bestehen zu Russland und Kasachstan mit dem Anschluss an Usbekistan. Es bestehen keine Bahnverbindungen zu China und Tadschikistan, allerdings sieht das Projekt „Neue Seidenstraße“ eine neue Strecke nach China vor.

Das kirgisische Eisenbahnnetz besteht aus zwei nicht miteinander verbundenen Abschnitten:

1. Von Osch bis zur Grenze zu Usbekistan (die Züge fahren nicht über die Grenze).
2. Von Bischkek bis zur Grenze zu Kasachstan und von dort nach Balykchy (Yssyk Köl See).

Die wichtigsten internationalen Bahnverbindungen bestehen dagegen mit Moskau, Jekaterinburg, Nowosibirsk und Nowokuznetsk in Russland.

Achtung! Fahrpläne werden in Kirgistan stets in Moskauer Zeit angegeben.

Reisesicherheit in Zentralasien

Die meisten Länder, die sich auf der antiken Reiseroute befin­den, sind ein sicheres Reiseziel. Dazu gehören China, Ka­sachstan, Usbekistan, Kirgistan und Turkmenistan. Individual­reisende, auch die alleine unter­wegs sind, fühlen sich dort in der Regel sehr wohl und „gut aufgenommen“. Ältere Personen genießen in den Ländern Zentralasiens großen Respekt. Es wird ihnen häufiger geholfen als wir das in Deutschland ge­wöhnt sind.

Selbstverständlich muss man auch selbst etwas einbringen – so sind zum Beispiel eigene Selbstbewusstheit (keine Arro­ganz!), Wachsamkeit, Höflichkeit, Aufgeschlossenheit und Kommunikationsfä­higkeit (auch mit Händen und Füßen) sehr hilfreich, so dass der Aufenthalt im fremden Land angenehmen und interessant zugleich ist.

Zu beachten sind außerdem die örtlichen Regeln, Vorschriften und vor allem die für jedes Land typischen und streng kontrol­lierten Verbote. Dazu gehört u.a. das Fotografierverbot, das bei als strategisch wichtig geltenden Einrichtungen besteht. Hierzu zählen die U-Bahn in Taschkent, Flughäfen, Bahnhöfe, Tun­nels, Brücken, Grenzanlagen und Grenzbefestigungen sowie andere öffentliche Gebäude.

Im Weiteren sind die üblichen Sicherheitsmaßnahmen völlig ausreichend. Dazu gehören z.B. die nachstehenden Regeln. Von Überlandreisen nach Einbruch der Dunkelheit wird gene­rell abgeraten. Es wird empfohlen, sich nachts nicht ohne Be­gleitung zu bewegen und keine „inoffiziellen“ Taxis zu benut­zen. Menschenansammlungen sind zu meiden. Auf Basaren sollte man auf Taschendiebstähle achten.

Registrierung und Passkontrollen

In jedem zentralasiatischen Land müssen die Migrationsvor­schriften beachtet werden. Die Polizei hat jederzeit das Recht, Ausländer auf der Straße anzuhalten und sie um Vorlage ihres Passes und Visums zu bitten. Reisende ohne gültigen Reise­pass können festgehalten werden. Die ausländischen Touristen sind weiterhin verpflichtet, die Registrierung (weiße Migrations­karte) mit sich zu führen. Worauf die Polizei aller­dings nicht das Recht hat, ist die Untersuchung des Taschenin­halts oder gar Abtastung während normaler Personenkontrol­len. Es wird emp­fohlen, den Pass nur wenn unbedingt erforder­lich aus den Händen zu geben, keinesfalls jedoch für einen län­geren Zeit­raum und ohne entsprechende Begründung. Achtung – die Kontrollen im Hinblick auf Verstöße gegen die Registrierungsp­flicht werden vermehrt auch bei der Ausreise durchge­führt.

Grenze zu Afghanistan

Man muss berücksichtigen, dass Turkmenistan, Us­bekistan und Tadschikistan an Afghanistan grenzen. Die Bundesregier­ung setzt sich bei der Bekämpfung von Terrorismus, Drogen­handel und religiös motivierter Radikalisierung für eine enge in­ternationale Zusammenarbeit mit den Ländern Zen­tralasiens ein. Die NATO-Mission in Afghanistan hat dazu ge­führt, dass es dort sehr wahrscheinlich keine Trainingscamps für Terroris­ten mehr gibt und die Transition zu eigenen afghani­schen Si­cherheitskapazitäten auf einem guten Weg ist. Es ist daher da­von auszugehen, dass es nach dem Rückzug der ISAF-Trup­pen nicht zu einem Sicherheitsvakuum in der Region kommt.

Reisesicherheit in Kirgistan

Kirgistan hat als einzige parlamentarische Demokratie in Zen­tralasien eine Vorreiterrolle in der Region. Allerdings kam es noch Anfang Januar 2013 zu gewalttätigen Auseinandersetzun­gen in der größtenteils von Tadschiken bewohnten usbekischen Exklave Sokh im Süden Kirgistans und im Jahre 2010 zwischen ethnischen Kirgisen und Us­beken. Gewaltsame Zusammenstö­ße, beispielswei­se im Rahmen von Demonstra­tionen im Zu­sammenhang mit in­nenpolitischen Entwicklungen in Kirgisistan, können immer noch im gesamten Land nicht aus­geschlossen werden. Es wird daher innerhalb ganz Kirgisistans zu allgemei­nen Vorsicht ge­raten. Bischkek ist eine bei Dunkel­heit sehr schlecht beleuchtete Stadt. Nach Einbruch der Dun­kelheit soll man daher möglichst nicht mehr zu Fuß unterwegs sein.

Alleinreisende Frauen in Zentralasien

Einige Frauen machen es. Manche haben es vor. Viele haben Angst davor. Auch wenn das für viele unglaubwürdig klingt, ver­reisen in Wirklichkeit Frauen häufiger alleine als Männer. Das trifft natürlich nicht für alle Länder zu. So reisen z.B. durch Ka­sachstan Frauen tatsächlich selten alleine. Nur eine von zehn Reisenden in Kasachstan ist eine Frau.

Als alleine reisende Frau fragt man sich oft, ob nicht schon mal das Alleineunterwegssein als Frau in dem fremden zu berei­senden Land gefährlich ist. Auch unsere Umgebung, unsere Freunde und unsere Familien tragen (wenn auch ungewollt) dazu bei, dass man sich einfach nicht traut. Hinter der Empö­rung „Was? Du willst, als Frau alleine nach Asien reisen? Das ist doch viel zu gefährlich!“ verstecken sich meist Unwissen und Vorurteile über eine Weltregion sowie darüber, was Frauen al­les nicht können. In der Regel ist diese Befürchtung unbegrün­det, es reichen allgemeine Vorsicht, gesunder Menschenver­stand sowie Beachtung der allgemein in jedem Land geltenden Regeln und Hinweise/Ratschläge für alleine reisende Frauen.

Das Alleinreisen als Frau hat auch gewisse Vorteile für das weitere Leben, da man Vieles dabei lernt. Man entwickelt eine Zuversicht, dass alles gut wird, man lernt, seinen Gefühlen zu vertrauen und begreift, dass unerwartete Situationen im Leben dazugehören. Häufig ist es außerdem unterwegs nicht Nach­teil, sondern Vorteil, eine Frau zu sein – die männlichen Touris­ten werden bei ihrer Reise häufiger kontrolliert.

Dennoch sollte man sich als alleine reisende Frau vor der Rei­se mit der allgemeinen Frauensituation, mit den lokalen Gege­benheiten und eventuellen Besonderheiten in dem zu bereisen­den Land beschäftigen, um sich über diese Klarheit und Be­wusstsein zu verschaffen und gegebenenfalls ungewollte Kom­plikationen vor Ort zu vermeiden. Auch gewisse Vorsichtsmaß­nahmen sind unverzichtbar. Wer in ländlichere Regionen reisen möchte, sollte möglichst auch Russisch können. In den Städten kommt man dagegen auch mit Englisch weiter. Dabei ist die Gastfreundlichkeit in Zentralasien meist auch ohne Russisch­kenntnisse zu verstehen.

Alleine reisende Frauen halten sich gewöhnlich an andere Frauen. Sie setzten sich neben sie im Bus, fragen sie nach dem Weg und passen sich dem Kleidungstil des Landes an, um so nicht unnötig aufzufallen. In Zentralasien wird einem auch schnell klar, dass lange Ärmel und Beine nicht nur bzgl. Sicherheit sinnvoll sind, sondern auch gegen die brennende Sonne in der Wüste wunderbar schützten. Ebenso kann man sich in das Kopftuch verlieben, das dort vor Sonnenstich schützt und eine ausländische Frau fast unsichtbar unter den Usbekinnen macht. Manchmal hilft auch ein „Ehe­ring“ weiter, um ungewollten Gesprächen mit Männern aus dem Weg zu gehen. Und man kann als Frau immer auf die Hil­fe anderer Frauen zählen. Als Frau alleine zu reisen bedeutet auch, den Reiseplan so zu gestalten, dass man am Bahnhof oder Flughafen möglichst bei Tageslicht ankommt. Auch wenn sie das erste Mal an einem Ort sind, verhalten sich alleine reisende Frauen oft so, als würden sie diese Gegend schon lange kennen. So schützen sie sich gut vor Dieben und anderen unerwünschten Personen.

Und wer sich am Ende nicht so leicht abschrecken lässt und ins Unbekannte aufbricht, wer die Herausforderung annimmt, wird belohnt werden und erhält Einblick in faszinierende Länder und Kulturen. Zu dem gehört sicherlich die muslimische Prägung und die Faszination einer religiösen Tradition, die Frauen ab­schrecken mag. Dabei kann gerade, wer als Frau alleine unter­wegs ist, einen Einblick in die lokale Kultur gewinnen, der von verbreiteten Vorurteilen abweicht. Weil alleine ist man dort fast nie, da man anderen Reisenden und vor allem aber Einheimi­schen begegnet, die z.B. ihre liebsten Produkte auf dem Basar zeigen und die einen nach seinem Herkunftsland befragen. Nur sind es keine Freunde von Zuhause, die einen begleiten. Dar­über hinaus erlebt man alleine viel mehr und viel intensiver als zu zweit.

Natürlich ist Kasachstan ein muslimisches Land, jedoch wird hier Toleranz groß geschrieben. Frauen in Usbekistan haben dagegen einen ganz eigenen Wert, die Bevölkerung ist überdies daran gewöhnt, dass auch einheimische Frauen alleine reisen.

Es lässt sich natürlich nicht vermeiden, dass man in Situation gerät, auf die sogar ein Sprachkurs nicht vorbereitet und die man alleine bewältigen muss. Alleine Reisen kostet auf jeden Fall Überwindung. Deshalb soll die Entscheidung, als Frau al­leine in fremde Länder aufzubrechen rein Ihre bewusste Ent­scheidung sein.