Ihr Feedback zu Japan

Bei der Reisevorbereitung ist es wichtig zu wissen, was einen bei einer Reise eigentlich erwartet. Dabei sind Meinungen bereits erfahrener Reisender sehr hilfreich. Gern stellen wir Ihnen diese, thematisch geordnet, in unserem Reiseportal zur Verfügung.

Seien Sie dabei nicht verwundert, wenn Sie teilweise mit ganz unterschiedlichen Meinungen konfrontiert werden. Diese zeigen auch, dass viel von Ihren ganz individuellen Bedürfnissen sowie Erwartungen an die Reise abhängt.


Japan ist eine Erfahrung und Kategorie für sich. Es war eine gute Überlegung, in Kushiro im hohen Norden auszusteigen. Die Züge fahren langsam – völlig unjapanisch so was – man kann in Ruhe die Landschaft betrachten, die Temperaturen sind erträglich und es gibt nicht so viele Leute. Das ändert sich radikal, wenn man das „Shinkansen“- System erreicht hat, dass inzwischen bis Shin-Hakodate, aber noch nicht bis Sapporo als größter Stadt von Hokkaido reicht. Die Züge rasen durch Tunnel und über Viadukte, die von Lärmschutzwänden gesäumt werden. Dringend erforderlich,da die Besiedlung immer dichter wird sobald man die Hauptinsel Honschu erreicht hat. Nur man sieht dadurch nicht mehr so viel vom Land und natürlich durch die hohe Geschwindigkeit. Die kanadischen Erfahrungen im Hinterkopf nimmt man eher amüsiert zur Kenntnis, wenn in diesem System mal was nicht klappt. Das kam einmal vor auf über 3000km und hat eine unglaubliche Hektik mit Geschrei unter den Bahnangestellten ausgelöst. Die Verspätung betrug 3 min.

In der Tokyo-Station angekommen, habe ich erst mal zwei Tage gebraucht, um das Labyrinth dieser Station zu verstehen. Als wir es dann verstanden haben, waren wir schon wieder weg.

Regelrecht fertiggemacht hat mich in Japan das Klima, es ist im August heiß und vor allem schwül. Das habe ich natürlich vorher gewußt, war eben nicht zu vermeiden. Es hat zum Beispiel jeweils am zweiten Tag in Tokyo und Kioto ununterbrochen geregnet., das hat unsere Unternehmungslust dann doch erheblich gebremst. Das Programm war insgesamt gut überlegt, die drei gebuchten Führungen recht kompetent, insgesamt hat mich in Japan überrascht, dass die Englisch-Kenntnisse der Leute doch eher bescheiden sind. Aber ihre exzessive Höflichkeit gleicht natürlich vieles aus. Mein persönlicher Höhepunkt in Japan war ganz sicher Hiroshima. Ich habe da einiges erfahren über den Atombombenabwurf, was ich vorher nicht wußte. Der Rückweg über Jokohama wegen der ausgefallenen Fähre nach Wladiwostok war nicht so prickelnd, es war mal wieder sehr schwül und heiß, wir haben mal wieder keine Energie für irgendwas gehabt. Jokohama ist übrigens sehr weit vom Flughafen Narita entfernt. Da das Japan-Rail-Ticket abgelaufen war, haben wir dann ca. 40 € pro Person für den Narita-Express bezahlt, Fahrzeit ca. 1 ½ Stunden. Der Flug anschließend nach Wladiwostok war pünktlich und problemlos.

27.10.2019


Das Wichtigste zuerst: Es hat alles hervorragend geklappt, die Partnerbüros in Russland und Japan waren alle sehr zuverlässig und haben uns überall pünktlich und herzlich empfangen, und die Leute waren allesamt (inklusive der Fahrer) sehr bemüht um uns.

Die Fähre nach Korea/Japan war eine richtig gute Idee. Die Überfahrt mit der bunten Mischung aus Koreanern, Japanern, Russen und einer Handvoll europäischer Touristen samt einem Kurzaufenthalt in Korea hat uns richtig Spaß gemacht (wir hatten natürlich auch Glück mit dem Wetter und einer ruhigen See), und trotz des vergleichsweise hohen Preises waren wir schon froh, hier mit unserem ganzen Gepäck für die 2 Tage und Nächte mit unserer 2er-Kabine einen Rückzugsraum und Privatsphäre zu haben. Im Vorfeld hatten wir schon auch ein bisschen Bedenken, dass wir mit dieser Überfahrt quasi 2 Tage „verlieren“, aber sie erwies sich wirklich als interessanter eigenständiger Reisebaustein.

Mit den Hotels waren wir auch durchweg zufrieden, mit Abstrichen vielleicht beim Hotel in Ulan-Ude, das eher ein Hostel war, wo wir zwar ein 2-Bett-Zimmer hatten, in dem sich aber das Fenster nicht öffnen ließ und die Klimaanlage nicht richtig funktionierte, wodurch man ein bisschen das Gefühl hatte, in einer tropischen Sauna zu schlafen. Ansonsten gab es nichts zu beanstanden. Das Hotel in Wladiwostok hatte eher Sowjetcharme, war aber absolut ok. Bei unserer Ankunft dort gab es technische Probleme, die waren aber durch einen Zyklon bedingt, der gerade die Stadt heimgesucht hatte. Den Wechsel hin zum Ryokan am Ende in Tokyo haben wir übrigens auch nicht bereut. Zwar muss man sich mit dem wenigen Platz schon organisieren, aber es ist sonst echt gemütlich und angenehm dort, toll gelegen, und das Onsen im 6. Stock mit Blick auf die Pagode des Asakusa-Tempels und den Tokyo Skytree gibt so das gewisse Etwas.

Insgesamt war ich, trotz aller Hinweise und Vorwarnungen und obwohl es eigentlich logisch ist, doch überrascht, wie groß die Sprachbarriere (abseits der Kontakte mit den Partnerbüros) doch war. Wenn meine Frau nicht ein bisschen Russisch sprechen würde, hätten wir uns da oft ganz anders organisieren müssen (das gilt auch für den eher provinzielleren ersten Teil in Japan).

Wir waren und bleiben Japan-Fans und haben uns dort auch wieder von Anfang an wohl gefühlt, aber wir würden in Zukunft grundsätzlich davon abraten, dort im Juli/August hinzureisen. Die tropische Hitze mit der hohen Luftfeuchtigkeit schuf zwar auch eine spezielle Atmosphäre (z.B. durch das ständige, laute Hintergrundgeräusch der japanischen Zikaden), aber es ging schon sehr an die Substanz, wenn man es nicht gewöhnt ist. Die Japaner haben sich auch fast alle ganz speziell darauf eingestellt: mit Sonnenschirmen, Armschutz, Fächern oder gar tragbaren Ventilatoren, kleinen Bambus-Handtüchern etc.

14.08.2019


Ich wollte gerade schreiben, dass es DER HAMMER war, obwohl ich jetzt im Berliner Flughafen stecke, wo mein Koffer verloren gegangen ist.

* Unterkunft super, bis auf das vorletzte Guest House Hiroshima. Dies ist kein Gästehaus, sondern ein schlechtes Kapselhotel. Das Zimmer war unvollstellbar eng und stank nach alten Socken. In den Duschkabinen gab es keine Kleiderbügel oder Regale, und im Speisesaal gab es keinen Tee oder Kaffee, es ging aber. Das Geschirr musste in kaltem Wasser gewaschen werden.

* Zahlungen ohne Probleme. Ich habe kein Geld von Geldautomaten abgehoben, sondern Euro / Dollar gegen Yen getauscht. Bargeld hat perfekt funktioniert.

* Züge großartig. Einmal bin ich aus Versehen in den Hikari-Zug eingestiegen, was man als Inhaber eines JR-Passes eigentlich nicht machen darf (Rückkehr von Hiroshima nach Tokio). Es gab aber keine Ticketkontrolle, so dass ich nichts extra zahlen musste. Ich habe kein einziges Mal Platzreservierung gemacht, ich saß aber immer am Fenster – so wie ich das mag.

* Ich habe den Voucher am Flughafen Narita gegen den Japan Rail Pass umgetauscht. Im Allgemeinen habe ich mich an den Plan / die Vorschläge gehalten, aber einige Abweichungen gemacht. Zum Beispiel ging ich in Tokio ins Nationalmuseum statt an einer Flusskreuzfahrt teilzunehmen. Ich habe den halben Tag in dem Museum verbracht. In Kyoto ein weiteres Highlight – eine Aufführung im Kabuki-Theater. Ich habe immer davon geträumt. Eine großartige Erfahrung. Sowohl die Show als auch dass ich REAL GEISH im Flur getroffen und fotografiert habe.

* Aeroflot Flüge waren lang, aber in Ordnung, Flugzeuge groß, geräumig, gutes Essen, oft serviert. Dass sie das Gepäck verloren haben, kann jedem passieren.

* Tipps, wie man von der U-Bahnstation zum Hotel kommt, waren sehr hilfreich. Ich musste nicht einmal die Einheimischen fragen oder Stadtüläne benutzen müssen. Vielleicht schaffe ich es, nächstes Jahr den Rest Japans zu besichtigen. Oh, und Mt. Fujuyajama.

Vielen Dank für die Unterstützung. ALLES WAR SUPER GEPLANT, KALKULIERT UND ORGANISIERT. EYAND TRAVEL — I LOVE YOU!

13.08.2019


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