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Auf unserer Webseite finden Sie zahlreiche praktische Informationen, wichtige Hinweise und viele Ratschläge zu der Reisevorbereitung und zu einer Reise mit der Transsib. Wählen Sie das Sie interessierende Thema:

Welche Visa benötige ich für eine Transsib-Reise?

Ab dem 1. September 2013 dürfen Inhaber eines deutschen Reisepasses mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten für 30 Tage ohne Visum in die Mongolei einreisen. Sie benötigen aber für Russland und China jeweils ein gültiges Visum. Auch für Weißrussland gilt Visapflicht.

Die Visaart ist von der Reiseroute und der Aufenthaltsdauer abhängig. Wir beraten Sie dazu gerne – senden Sie uns Ihre Anfrage.

Nachstehend finden Sie einige Reisebeispiele mit Angabe der Visa, die bei diesen Reisen benötigt werden.

Moskau – Irkutsk – Ulan Bator – Peking (über Mongolei)

Bei einem Aufenthalt in Russland, in der Mongolei und in China jeweils unter 30 Tagen wird für Russland und China jeweils ein einfaches Touristenvisum benötigt. Achtung – wenn Sie nach Hong Kong fahren, wird das einfache Touristenvisum für China mit der Ausreise ungültig. Es soll in diesem Fall bereits in Deutschland ein zweifaches Visum für China beantragt werden.

Moskau – Irkutsk – Harbin – Peking (über Mandschurei)

Für eine Reise durch die Mandschurei gilt das oben Genannte.

Moskau – Irkutsk – Wladiwostok

Für eine Reise nur durch das russische Territorium benötigen Sie nur ein russisches Visum. Achtung – bei einem Aufenthalt ab 31 Tage muss ein Geschäftsvisum beantragt werden. Die Einladung ist in diesem Fall etwas teurer, die Bearbeitung dauert auch etwas länger als im Falle einess Touristenvisums.

Zugfahrt durch Weißrussland

Zusätzlich benötigen Sie ein weißrussisches Transitvisum, wenn Sie nach Moskau mit dem Zug über Weißrussland fahren. Bei Rückreise auch mit dem Zug wird ein zweifaches Transitvisum benötigt (siehe unten).

Zweimalige Einreise = zweifaches Visum

Sollten Sie mit dem Zug auch wieder zurückfahren wollen, so soll das mongolische, russische und gegebenenfalls auch das weißrussische Visum jeweils zweifach sein. Achtung – ein zweifaches Visum für Russland wird u.U. auch dann benötigt, wenn Sie von Peking über Moskau nach Deutschland zurückfliegen und die Flüge bei zwei verschiedenen Airlines gebucht haben bzw. wenn der Flughafen in Moskau gewechselt werden muss oder der Zwischenstopp in Moskau länger als 24 Stunden ist.

Individuelle Beratung zu empfehlen

Bitte beachten Sie, dass diese Informationen eine individuelle und ausführliche Beratung nicht ersetzen können. Es ist dringend zu empfehlen, dass Sie uns Ihre gesamte Reiseroute genau beschreiben. So können wir Sie eventuell auch auf andere Visapflicht hinweisen. Wir beraten Sie gerne – senden Sie uns Ihre Anfrage.

Ist eine Reise mit der Transsib sicher?

Die Transsib-Züge, insbesondere die der russischen und chinesischen Bahn gehören zu den sichersten überhaupt.

Abteile der 1. und der 2. Klasse lassen sich von innen schließen. Zugang zu den Wagons haben ausschließlich Personen mit gültiger Fahrkarte. Die Wagons werden von jeweils zwei Schaffnern abwechselnd kontrolliert. Jeder Zug verfügt außerdem über einen Zugchef, dem gegenüber die Schaffner für Ihre Sicherheit und für die Sauberkeit in Ihrem Wagon verantwortlich sind.

Wie immer ist jedoch allgemeine Vorsicht zu empfehlen. Lassen Sie wertvolle Sa­chen nie ohne Aufsicht. Nehmen Sie sie bei Besuch im Restaurantwagen und bei Ein­käufen auf den Unterwegs­bahnhöfen immer mit. Dafür eignet sich am besten eine kleine Kulturtasche. Generell gelten allgemeine und übli­che Sicherheitsre­geln.

Die Fahrt in Wagons der 3. Klasse („platskartnyje”) wird entgegen der allgemeinen Meinung von vielen Reisenden als die sicher­ste beschrie­ben (und bei Gelegen­heit auch als die preisgünstigste und interessanteste), weil alle Passagiere zu­sammen fahren und sich sehen.

Im Falle von Unfall oder unerwarteter Erkrankung soll als erster Ihr Schaffner angesprochen werden. Dieser kann einen Arzt kontaktieren und auf dem nächsten Bahnhof Abhilfe schaffen. Ein kleiner Verbandkasten darf jedoch bei einer Reise nicht fehlen.

Wann ist eine Transsib-Reise am schönsten?

Die beste Zeit für eine Transsib-Reise hängt u.a. von Ihren Erwartungen ab. Jede Jahreszeit kann faszinierend sein und hat ihre schönen Seiten, die man besonders bei einer Transsib-Reise entdecken kann.

Fahren Sie mit der Transsib zum ersten Mal, empfiehlt sich die Reise im frühen oder späten Sommer (Juni oder August) vorzunehmen. Ihre nächste Reise können Sie dagegen für den Winter planen. Somit haben Sie einen schönen Vergleich und können die Attraktionen einer Transsib-Reise während zwei Saisonzeiten in vollem Umfang nutzen.

Auch aus der praktischen Sicht ist der frühe Sommer bzw. der späte Frühling oder auch der späte Sommer für eine Transsib-Reise sehr geeignet. Um Ihnen jedoch eine individuelle und an Ihre Urlaubstermine angepasste Entscheidung zu erleichtern, bieten wir Ihnen nachstehend einen kurzen Vergleich:

Transsib-Reise im Herbst / Winter (Anfang Oktober bis Ende April)

Vorteile: weniger Passagiere, mehr Platz in den Abteilen und Waggons, es bietet sich die Möglichkeit an, das typische harte Klima Sibiriens kennen zu lernen, gute Fotomöglichkeiten, mit Ausnahme der Zeit zwischen 20. Dezember und 15. Januar sind die Fahrkarten am günstigsten.

Nachteile: zugefrorene Abteilfenster (Eiskratzer nötig), große Temperaturunterschiede zwischen innen und draußen (von Bedeutung beim Einkaufen auf den Unterwegsbahnhöfen), schneeweiße oder graue Landschaften; Achtung – von Mitte Dezember bis Mitte Januar sowie von Mitte April bis Mitte Mai ist Olchon praktisch nicht zu erreichen, da in dieser Zeit der Baikalsee zufriert und Schiffe nicht mehr und Autos noch nicht fahren können.

Transsib-Reise im Frühling (Ende April bis Mitte Juni)

Vorteile: die Abteile und Waggons sind immer noch nicht überfüllt, es erwarten Sie schöne, wechselnde Landschaften und Farben, gute Fotomöglichkeiten, die Temperatur draußen und in den Abteilen ist optimal.

Nachteile (betreffen nicht die Fahrt selbst): nur bei Aufenthalten in der Mongolei außerhalb von Ulan Bator – bis Mitte Mai ist eine Übernachtung in einer mongolischen Jurte oder Zelten i.d.R. noch nicht möglich, bis Mitte Juni kann das Wetter sehr wechselhaft sein; von Mitte April bis Mitte Mai ist die berühmte Insel Olchon auf dem Baikalsee nicht zu erreichen, da in dieser Zeit Schiffe noch nicht und Autos nicht mehr auf dem Eis fahren können.

Transsib-Reise im Sommer (Mitte Juni – Ende August)

Vorteile: schöne, wechselnde Landschaften, gute Fotomöglichkeiten.

Nachteile: die Abteile sind komplett gefüllt, die Fahrkarten sind am teuersten und sehr schnell (ca. 3-4 Wochen vor dem Reisetermin) ausgebucht, hohe Temperaturen draußen und in den Abteilen.

Transsib-Reise Ende Sommer / Anfang Herbst (Ende August – Anfang Oktober)

Vorteile: die Abteile und Waggons sind nicht mehr überfüllt, es erwarten Sie schöne, wechselnde Landschaften und Farben, gute Fotomöglichkeiten, die Temperatur draußen und in den Abteilen ist optimal.

Nachteile: keine!

Transsib Packliste

Vor der Reise mit der Transsib empfiehlt es sich, an eine angemessene Gepäckausstattung zu denken. Außer üblicher Sachen, die Sie bei einer Auslandsreise immer mitnehmen, empfehlen wir Ihnen die nachstehende Transsib Packliste:

  • Kleingeld für Einkäufe auf den Unterwegsbahnhöfen und im Restaurantwagen (in der jeweiligen Landeswährung)
  • bequeme Schuhe, rutschfeste Badesandalen
  • kleine Kulturtasche für wertvolle Sachen
  • Landkarten, guter Reiseführer
  • Wörter- und Gesprächsbücher
  • Fotoapparat, Fernglas
  • Sonnenbrille im Sommer und im Winter
  • Reisewecker
  • Reiseadapter (Steckdosenadapter)
  • Ohrenstöpsel
  • Kugelschreiber, Notizbuch
  • Postkarten, Briefmarken, Briefumschläge (Reiseberichte schreibt man gerne im Zug)
  • Bücher, Zeitschriften
  • kleiner Verbandkasten: Pflaster, Aspi­rin, Schmerz­tabletten, und an­dere übliche Medikamente
  • Mineralwasser (nicht nur im Sommer)
  • Kaffee, Tee, Zucker, Salz
  • Konserven, Brot, Marmelade, Honig u.ä.
  • Dosen- und Flaschenöffner, Korkenzieher
  • Taschenmesser, Löffel, Trinkbecher, Plastikteller
  • Küchentuch, Handtuch
  • Taschentücher, Erfrischungstücher, Toilettenpapier
  • Seife, Shampoo – am besten in Spray
  • Plastiktüte für den Abfall
  • Mückenmittel für Aufenthalt in Sibirien und am Baikalsee
  • Eiskratzer für die Abteilfenster im Winter
  • kleine Geschenke für neue Bekannten im Zug oder bei Übernachtungen bei Gastfamilien (empfehlenswert sind z. B. Postkarten aus Deutschland)

Wir empfehlen Ihnen, vor der Reise Kopien von der ersten Seite Ihres Reisepas­ses (mit Foto) und von sämtlichen Visa zu machen und diese in Ihrem Gepäck getrennt von Ihrem Originalreisepass aufzube­wahren. Sollten Sie Ihre Fahrkarten verlieren, besteht i.d.R. die Möglichkeit, am Schalter des Ab­fahrtsbahnhofs gegen eine Gebühr von ca. 5 EUR pro Fahrkarte und bei Vorlage einer Passkopie Er­satztickets zu erhalten.

Tipps zum Geldwechsel

Bitte beachten Sie, dass in dem Zug mit der jeweiligen Landeswährung bezahlt wird. Fährt der Zug durch mehrere Länder, so wird das Restaurantwaggon an jeder Grenze gewechselt und es wird in der jeweiligen Landeswährung bezahlt.

Wir empfehlen Ihnen, noch vor der Reise für Kleingeld für Einkäufe auf den Unterwegsbahnhöfen und im Restaurantwagen (in der jeweiligen Landeswährung) zu sorgen. Mongolische Tugrik erhält man auch an den Grenzen. Notfalls können Sie kleine EUR- oder USD-Beträge auch im Zug bei anderen Passagieren umtauschen.

Die Einfuhr und Ausfuhr von Rubel sind verboten. EUR oder USD können vor Ort in den Wechselstuben (in der Mongolei in den Banken) problemlos umgetauscht werden. Die Gebühr beträgt i.d.R. ca. 1-2 EUR. Er­forderlich ist in i.d.R. eine Passkopie. Bequem ist es auch, eine EC- oder Kreditkarte mit­zunehmen und das Geld in der jeweiligen Landeswährung vom Geldautoma­ten zu holen. Die Gebühr hängt von der Bank ab und beträgt i.d.R. 4 EUR.

In Sibirien und Ostasien werden USD immer noch unkomplizierter als EUR umgetauscht. Der Wechsel von EUR kann in kleineren Orten und auf der Olchon Insel problematisch sein.

Es müssen lediglich Beträge ab einer Höhe von 10.000 USD bei der Einreise in Russland deklariert werden. Bei der Ausreise können Devisen im Wert von bis zu 3.000 USD frei ausgeführt werden.

Aktuelle Währungskurse

Nachstehend finden Sie Wechselkurse für die Währungen, die während einer Transsib-Reise benötigt werden können. Alle Währungskurse werden von uns monatlich aktualisiert.

Japanischer Yen (JPY)

1 JPY = 0.0075 EUR
1 EUR = 133 JPY

US Dollar (USD)

1 USD = 0.70 EUR
1 EUR = 1.44 USD

Russischer Rubel (RUB)1 RUB = 0.02 EUR
1 EUR = 42.91 RUB
Mongolischer Tugrik (MNT)1 MNT = 0.0005 EUR
1 EUR = 2.054 MNT
Weißrusscher Rubel (BYR)1 BYR = 0.0002 EUR
1 EUR = 4.111 BYR
Chinesischer Yuan (CNY)1 CNY = 0.10 EUR
1 EUR = 9,79 CNY
Polnischer Zloty (PLN)1 PLN = 0.24 EUR
1 EUR = 4.10 PLN

(Stand: 08.01.2010)

Quelle: www.oanda.com

Fahrplan – Ortszeit oder Moskauer Zeit?

Für alle russischen Orte werden sämtliche Abfahrts- und Ankunftszeiten auf den Gleisen der russischen Unterwegsbahnhöfe, in den in den Zügen ausgehängten Fahrplänen sowie auf den Fahrkarten in Moskauer Zeit angegeben. Uhren mit Ortszeit finden Sie in den Bahnhofs­gebäuden. Für mon­golische und chinesische Orte werden dagegen sämtliche Abfahrts- und Ankunftszeiten, auch in russi­schen Fahrplänen, immer in der jeweiligen Ort­szeit angegeben.

Es ist bei internationalen Zugverbindungen immer Vorsicht zu empfehlen. Beispielsweise wird die Ankunftszeit des Zuges aus Berlin und/oder Warschau in Nowosibirsk und/oder Irkutsk am deutschen oder polnischen Schalter immer als Ortszeit mitgeteilt, obwohl es sich dabei um die Moskauer Zeit handelt. Wird Ihnen also am Bahnschalter gesagt, dass Sie um 18:00 Uhr Ortszeit ankommen, sollen Sie sich noch einmal vergewissern, ob damit nicht die Moskauer Zeit gemeint wird (+ 3 Stunden in Nowosibirsk bzw. + 5 Stunden in Irkutsk).

Von welchem Bahnhof in Moskau fährt der Zug ab?

Prüfen Sie vor der Abfahrt in Moskau, von welchen Bahnhof Ihr Zug abfährt. Alle Transsi­b-Züge fahren in der Regel von einem der zwei nebeneinander gelegenen Bahnhöfe ab: Jaro­slawskij oder Kasanskij Bahnhof. Beide Bahnhöfe befinden sich im Zentrum und sind bequem mit der Moskauer Metro erre­ichbar – Metrostation „Komsomolskaja” (Linie Nr. 1 oder 5).

Sie können auch gerne bei uns einen Flughafentransfer zum Bahnhof zum einheitlichen Preis von 55 EUR bestellen. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Falls Sie keinen Transfer bestellt haben, gelangen Sie zu dem jeweiligen Bahnhof en­tweder mit einem Taxi (die Preise können vor Ort sehr hoch sein, län­geres Verhandeln ist zu empfehlen) oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Für jede der unten genannten Optio­nen soll man insgesamt ca. 1,5 bis 2 Stunden einplanen.

Vom Flughafen Sheremetevo 1/2 ins Zentrum

Vom Flughafen Sheremetievo 1 und 2 fahren Sie mit dem Bus bis zu der ersten Metrosta­tion der Linie 2 „Retschnoj Vokzal” oder der Linie 7 „Planernaja” und ste­igen dort in die Metro um. Danach steigen Sie in die Metrolinie Nr. 5 (Ringbahn) um und fahren bis zur Metrostation „Komsomolskaja”.

Vom Flughafen Domodedovo ins Zentrum

Vom Flughafen Domodedovo fahren Sie mit dem Zug Aeroexpress bis zum Bahnhof „Pave­letskij Vokzal”, steigen dort in die Metrolinie Nr. 5 (Ringbahn) um und fahren bis zur Metrostation „Komsomolskaja”. Die Aeroexpress Züge fah­ren alle 60-90 Minuten.

Vom Flughafen Domodedovo können Sie auch mit dem Bus bis zur Metrostation „Domodedo­vskaja” fahren. Dort steigen Sie in die Metrolinie Nr. 2 und danach in die Ringbahn Nr. 5 um (an der Metrostation „Komsomolskaja” steigen Sie aus).

Vom Flughafen Vnukovo ins Zentrum

Vom Flughafen Vnukovo fahren Sie mit dem Expresszug bis zum Bahnhof „Kijevskij Vokzal”, ste­igen dort in die Metrolinie Nr. 5 (Ringbahn) um und fahren bis zur Metrostation „Komsomolskaja”. Die Expresszüge fahren unregelmäßig.

Vom Flugha­fen Vnukovo können Sie auch mit dem Bus bis zur Metrostation „Jugo-Zapadnaja” fahren und dort in die Linie 1 der Metro umsteigen. Die Metrostation „Komsomolskaja“ erreichen Sie nach 13 Stationen (ca. 25 Minuten) Direktfahrt.

Vor der Abfahrt des Transsib-Zuges

Wir empfehlen Ihnen, sich ca. 1 Stunde vor der Abfahrt des Zuges vor Ihrem Wagon zu mel­den. Sollten Sie noch Fahrkarten am Bahnhof abholen sollen, empfiehlt es sich, am Bahnhof ca. 1,5-2 Stunden vorher zu erscheinen. Die reine Abwicklung am Schalter dauert zwar i.d.R. nicht länger als ca. 10 Minuten. Man soll jedoch eventuelle Wartezeiten einplanen.

Die Wagonnummern sind am Zugfenster gleich neben jedem Eingang zu finden. Zugang zu den Wagons haben ausschließlich Personen mit gültiger Fahrkarte. Die Tickets und die Reisepässe werden an jedem Eingang von einem Schaffner kontrolliert. Die Schaffner helfen Ihnen auch dabei, den für Sie gebuchten Platz zu finden. Alle Plätze sind jedoch auch sehr gut beschriftet, so dass sie leicht zu finden sind. Nach Absprache mit dem Schaffner und anderen Passagieren ist eventuell auch ein Platztausch möglich. Auf dem Gleis ist auch noch der Zugchef zu sehen, dem gegenüber die Schaffner für die Reisesicherheit verantwortlich sind.

Der Zug fährt immer pünktlich ab, kurz nach einer Durchsage auf Russisch.

Nach der Abfahrt des Zuges wird Bettwäsche verteilt (Preis: ca. 100 RUB). Kurz bevor der Zug Ihr Zielbahnhof erreicht, müssen alle beim Schaffner eingekauften Ge­tränke und Speisen bezahlt und die Bettwäsche zurückgegeben werden. Bei Zufriedenheit ist ein kleines Trinkgeld üblich.

Verpflegung in einem Transsib-Zug

Einkaufen auf den Zwischenstationen

Alle 3-10 Stunden hält der Zug für 5-30 Minuten (je nach der Stadtgröße) auf den Unterwegsbahnhöfen. Die Nichtfir­menzüge haben häufigere und längere Aufenthalte (bis zu 2-3 Stun­den). Auf fast je­dem Bahnhof können während des Aufenthalts Lebensmittel, dar­unter warme Speisen und ande­re Kleinigkeiten günstig ein­gekauft werden. Zu empfehlen sind regionale warme und kalte Gerichte wie z.B. Pelmeni und Pirogen mit verschiedenen Füllungen, darunter mit Pilzen, Sauerkraut, Kartoffeln, Quark oder Fleisch. Die Pro­dukte sind meist preisgünstiger und fri­scher als im Restaurant. Passen Sie jedoch bei der Geldausgabe gut auf und halten Sie immer passenden Betrag bereit.

Restaurantwagen

Die Preise im Restaurantwagen sind etwas günstiger als in Deutschland. Die Restaurantwagen in den internationalen Zügen werden an jeder Grenze gewech­selt. Bezahlt wird in der jeweiligen Landeswährung (siehe Abschnitt Geldwechsel). Ein russischer und chinesischer Restaurantwagen bietet 48, ein mongolischer 32 oder weniger Sitzplätze. Die Speisekarten sind in der jeweiligen Landessprache und meist auch in Englisch erhältlich.

Samowar

In jedem Wagon befindet sich ein Samowar mit 24 Stunden verfügbarem und ko­stenfreiem Heißwasser. Die Schaffner verkaufen im Wagon Bier, Kaffee und Tee. Es empfiehlt sich eventuell eigenen Tee, Kaffee und Zucker/Honig je nach Geschmack mitzunehmen.

Rauchen im Zug

Es besteht Rauchverbot im Korridor, in den Abteilen und in den Toiletten. Rau­chen darf man ausschlie­ßlich in den dafür vorgesehenen Raucherecken am Ende jedes Wagons und oft auch im Restaurantwa­gen.

Siehe auch Abschnitt Transsib Packliste.

Transsibirische Sitten und Bräuche

Gemeinsames Essen, Trinken, gemeinsame Gespräche und der Kulturaustausch sind während der Fahrt üblich und werden von den einheimischen Mitreisenden gerne gesehen. Die Russen sind allerdings am An­fang meist distanziert und wer­den erst nach einer Weile, dafür aber sehr kontaktfreudig.

Die Abteile der 1. und der 2. Klasse sind gemischt. Alle Männer verlas­sen deshalb für ca. 20 Minuten das jeweilige Ab­teil in den nachstehenden vier Situ­ationen, um den mitreisenden Frauen das komfortable Umziehen zu ermöglichen: 1) nach der Ab­fahrt des Zuges vom Startbahnhof, 2) kurz vor der Ankunft am Zielbahnhof, 3) kurz vor dem Schlafen und 4) kurz nach dem Aufstehen.

In einigen Zügen sind auch einige Abteile der 2. Klasse vorhanden, die nur für Frauen vorgesehen sind. Logischerweise ist die Fahrkarte jedoch um Einiges teurer als die „normale“ Fahrkarte der 2. Klasse.

Achtung: die Abteile in den Zügen ab Berlin und Warschau werden i.d.R. nach Geschlecht geteilt. Ab Weißrussland erfolgt dann der gemischte Verkauf der Fahrkarten für denselben Zug.

Ausstattung der Wagons und Abteile

Steckdosen

In den Abteilen sind keine Steckdosen vorhanden. In den Toiletten und in der Re­gel auch beim Schaff­ner sind Steckdosen 220 Volt verfügbar. Bei größeren Ge­räten als ein Handy wenden Sie sich bitte an Ihren Schaffner, um eventuelle Pro­bleme zu vermeiden.

Klimaanlage / Heizung

Alle Wagons und Abteile sind oder sollen klimatisiert sein. Deswegen lassen sich die Abteil­fenster nicht öffnen. Im Winter werden die Wagons ordentlich geheizt.

Hygiene

In jedem Wagon befinden sich eine bis zwei Toiletten inkl. kleinem Waschbecken und einem Spiegel. Einige Firmenzüge verfügen zusätzlich über extra Wagons mit Duschen (die Benut­zung ist kostenpflich­tig). Dazu gehören die Züge Nr. 1 und 2 („Rossija“), Nr. 9 und 10 („Baikal Express“) und die internationalen Züge Nr. 3, 4, 19 und 20. In einigen von ihnen sind die Duschen ausschließlich in den Wagons der 1. Klasse vorhanden. Beachten Sie bitte, dass alle To­iletten während der gesamten Durchfahrt durch eine Stadt (also ca. 20 min vor der Ankunft in einem Bahnhof und ca. 20 Mi­nuten nach der Abfahrt) geschlossen bleiben. Bereiten Sie sich auch auf mehrstündige Aufenthalte an den Grenzen, während deren man den Zug in der Regel nicht verlassen kann, die Toiletten jedoch geschlossen bleiben.

Sauberkeit

Gegenüber der Toilette befindet sich ein Abfallcontainer, in den man am besten selbst seinen Müll einwerfen soll.

Fahrplan

In der Mitte jedes Wagons hängt eine kleine Informationstafel mit dem genauen und aktuellen Fahrplan sowie Angaben zu den jeweiligen Zwischenstationen und der Aufenthaltsdauer auf jeder Station. Für alle russischen Orte werden sämtliche Abfahrts- und Ankunftszeiten in Moskauer Zeit angegeben. Für mon­golische und chinesische Orte werden dagegen sämtliche Abfahrts- und Ankunftszeiten, auch in russi­schen Fahrplänen, immer in der jeweiligen Ort­szeit angegeben.

Züge der Transsibirischen Eisenbahn sind in der Regel sehr pünktlich. Es ist Vorsicht bei kleinen Verspätungen rat­sam, da die Züge in dem Falle von dem Unter­wegsbahnhof entsprechend früher abfahren, um die Verspätung nachzuholen. Die in den Fahrplänen angegebenen Aufenthaltszeiten verlieren dann ihre Gel­tung! Dies soll beim Aussteigen unbedingt berücksichtigt werden, da der Zug auf Sie nicht wartet. Die Türen schließen oft nicht automatisch und der Zug fährt immer sehr langsam ab. Es ist deshalb manchmal noch möglich, in den bereits rollen­den Zug einzu­steigen. Sollen Sie Ihren Zug doch verpassen, bleibt nur ein schneller Autotrans­fer zum nächsten Bahnhof. Gegen Entgelt hilft Ihnen dabei so gut wie jeder, der ein Auto hat, auch ein Polizist.

Abteile

Auf langen Transsibstrecken sind ausschließlich Schlafwagen vorhanden. Die Ausstattung aller Abteile einer Preiskategorie ist i.d.R. identisch. Abteile der 1. und der 2. Klasse lassen sich von innen schließen. Jedem Bett gehört eine kleine Leselampe. An einem der unteren Betten befindet sich der Radioschalter.

In dem Abschnitt Erläuterungen zu den Preisklassen finden Sie umfangreiche Informationen zu der Ausstattung der Abteile der 1., 2. und der 3. Klasse.

Siehe auch den Abschnitt Verpflegung in einem Transsib-Zug.

Fremdsprachenkenntnisse

Rechnen Sie nicht 100%ig damit, dass die Einwohner der Länder entlang der Transsib-Ro­ute eine andere Sprache außer ihrer Muttersprache sprechen. Ler­nen Sie oder notieren Sie sich vor der Reise die wichtigsten Begriffe in der jewe­iligen Fremdsprache.

In Moskau sprechen junge Leute oft Englisch. In Sibirien und Ostrussland, auch in den Ho­tels, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, sich auf Englisch verständi­gen zu können. In der russischen Hauptstadt und in den Transsibzügen trifft man ab und zu auch jemanden, der etwas Deutsch spricht.

Bei Erledigung wichtiger Formalitäten, wie z. B. an der Grenze oder bei amtlicher Registrie­rung (siehe unten), hilft es oft, das Gespräch sehr freundlich und auf Russisch anzufangen. Auch grammatisch unkorrekt gestellte Fragen stimmen den Gesprächspartner in der Regel positiv.

In der Mongolei wird Englisch so gut wie nur in der Hauptstadt verstanden und gesprochen. Außerhalb von Ulan Bator ist die Chance, in Englisch zu kommuni­zieren fast Null. Eine Ausnahme bilden touristi­sche Attraktionen außerhalb Ulan Bator wie z.B. die touristischen Jurtencamps in Karakorum, im Natio­nalpark Terelj und in der Wüste Gobi, wo man auch Englisch sprechende Personen tref­fen kann. Es gibt auch Mongolen, die zwar kein Englisch sprechen, die Sprache jedoch etwas verstehen können.

Chinesische Taxifahrer verstehen oft keine Straßennamen in der englischen Sprache. Hilfre­ich ist deshalb, sich den Hotelnamen und seine Adresse in Chine­sisch zu notieren und diese vorzuzeigen.

Orientierung in Russland und in der Mongolei

In Russland und in der Mongolei haben viele Firmen und private Unterkünfte u.a. aus Spar­maßnahmen und wegen komplizierter Vorschriften keinen Schild auf ihren Sitzgebäuden. Auch in Bürohäusern sind oft keine oder unzureichende Kennzeichnungen zu finden. Zusät­zlich befindet sich oft der Eingang im Hinterhof oder an der Seite des Gebäudes. Die ein­fachste Lösung ist, nach dem Weg zu fragen oder sich vorher über Besonderheiten zu infor­mieren.

Die Mongolen kennen oft keine Straßennnamen. Auch die jenigen, die seit Jahren in der Hauptstadt wohnen, orientieren sich meist nach wichtigen Gebäuden, die fast jeder in der Stadt kennt, z.B. an Hotels, Ämtern, Märkten oder großen Plätzen. Deshalb ist es sinnvoller, die Adresse zu beschreiben und zu sagen, dass sie in der Nähe des Hotels Chinggis Khaan liegt, statt einfach nach einem Straßennamen zu fragen.

Bei Individualreisen nach Russland ist in einigen Situationen Geduld sehr hilfre­ich, insbe­sondere bei Erledigung wichtiger Formalitäten, wie z. B. an der Grenze oder bei amtlicher Registrierung (siehe unten). Man soll nie aufgeben, da Geduld und Ausdauer in den meisten Fällen belohnt werden.

Beauftragen Sie uns mit der Visabeschaffung und/oder mit der Besorgung der Einladung für Russland, erhalten Sie alle notwendigen Informationen zu der Migrationskarte und der Registrierung vor Ort sowie Kontaktdaten unserer Partnerbüros vor Ort zusammen mit Ihrem Reisepass und Visum.

Migrationskarte

Bei der Einreise in Russland ist eine Migrationskarte auszufüllen. Diese erhalten Sie in der Regel bereits im Zug, im Reisebus oder im Flugzeug, spätestens bei der Grenzkontrolle. Es ist zwar eine reine Formalität, Sie sollen jedoch bei zwei Angaben besonders vorsichtig sein, da Sie sonst mit Problemen bei der Einreise zu rechnen haben:

Sowohl der Reise­zweck als auch die einladen­de Stelle (eng. host organization) müssen unbedingt mit denen auf Ihrem Visum übereinstimmen, auch, wenn Sie aus anderen Gründen unterwegs sind und/oder andere Stelle/Person besuchen. Sollten Sie unsicher sein, wenden Sie sich noch vor der Reise an die Firma, die Ihnen bei der Besorgung der Einla­dung und/oder bei der Visabeschaffung behil­flich war.

Registrierung in Russland

Die russischen Migrationsvorschriften verpflichten alle ausländischen Gäste zur Registrie­rung innerhalb von drei Werktagen nach Ankunft in Russland. Diese Pflicht betrifft allerdings nur Aufenthalte ab 3 Werktagen. Sollen Sie sich in einer Stadt kürzer aufhalten, entfällt the­oretisch die Registrierungspflicht. Bei einem längeren Gesamtaufenthalt in Russland ist es jedoch zu empfehlen, sich wenig­stens ein­mal in einer Stadt registrieren zu lassen oder mindestens einmal in einem Hotel zu übernachten (siehe unten). Wir empfehlen Ihnen, alle Fahrkarten und andere Nachweise Ihrer Reiseroute bis zu der Ausreise aufzubewahren. Dank ihnen können Sie gegebenenfalls nachweisen, dass die Registrierung un­nötig bzw. aus zeitlichen Gründen unmöglich war.

Bei Unterkunft in einem Hotel werden Sie für die Aufenthaltsdauer automatisch und kosten­los an der Hotelrezeption registriert. Überprüfen Sie vor der Abfahrt Ihre Registrierung. Pri­vate Hotels, Hostels, Jugendherbergen und Appartements sind nicht berechtigt, ihre Gäste zu registrieren, helfen jedoch oft gerne gegen Entgelt (i.d.R. 25 EUR pro Person) bei den Formalitäten. Die Registrierung kön­nen Sie in dem Falle auch persönlich bei der örtlichen Meldestelle (OVIR) gegen 100 RUB vornehmen. Es ist jedoch mit Wartezeiten zu rechnen.

Bei der Registrierung kann Ihnen gegen zusätzliche Gebühr auch Ihre einladende Stelle be­hilflich sein. Die Gebühr beträgt ca. 50 USD. Sollten Sie unsicher sein, wenden Sie sich bitte an die Firma, die Ihnen bei der Besorgung der Einladung und/oder bei der Visabeschaf­fung behilflich war.

Bei Nichteinhaltung der Registrierungsvorschriften ist u. U. mit einer Strafe zu rechnen, die i.d.R. nicht höher ist als 50 EUR.

Es ist zu empfehlen, eine Kopie der Einladung mitzunehmen und sich noch vor der Reise mit den Adressangaben der einladenden Stelle vertraut zu machen. Diese entnehmen Sie bitte der Einladung.