Print Friendly, PDF & Email

Transsibirische Eisenbahn – 3. Klasse

3. Klasse bedeutet in den Transsib-Linienzügen einen Großraum-Schlafwagen ohne abschließbare Abteile. Der Wagon ist in sogenannte Boxen aufgeteilt, in den sich je 6 Betten befinden und die mit einer Wand von einander abgetrennt sind. 4 Betten sind längs und 2 Betten parallel zur Fahrtrichtung aufgestellt – je zwei Betten über einander.

Gerne buchen wir für Sie Bahntickets der 3. Klasse. Bei rechtzeitiger Buchung (spätestens 100 Tage vor der Abfahrt) können wir Ihnen die besten Plätze anbieten – mittig im Wagon, weit von den Toiletten und längs, nicht parallel zur Fahrrichtung + bei 2 Personen immer zwei Betten übereinander.

Transsib-Tickets buchen

Die 3. Klasse ist eindeutig am sichersten, da alles offen ist und niemand etwas stehlen kann/will. Sie ist vor allem für alleinreisende Personen, insbesondere für alleinreisende Frauen zu empfehlen. Auch der englische Reiseführer Lonely Planet empfiehlt sie für Frauen, die alleine unterwegs sind. Dort ist man von anderen Menschen umgeben und vor allem – man kann keine Tür schließen. Eine von innen abschließbare Tür, die man in der 1. und 2. Klasse hat, ist zwar vom großen Vorteil, wenn man unter Freunden oder Familie fährt, nicht unbedingt aber, wenn man die anderen Personen im Abteil gar nicht kennt.

Wagons der 3. Klasse sind nur in Russland verfügbar. Auf internationalen Strecken gibt es nur die 2. und die 1. Klasse. Das bedeutet, Sie haben nur in Russland die Möglichkeit, die 3. Klasse auszuprobieren. Viele wollen alle drei Klasse testen und reisen bis Irkutsk in der 3. Klasse, bis Ulan Bator in der 2. und nach Peking in der 1. Klasse. Das hat den Vorteil, dass man immer mehr Komfort hat, je länger man unterwegs ist.

Was hat es denn mit der 3. Klasse auf sich? Wer hat hier recht – sind es diejenigen, die sagen, sie wäre nur etwas für Studenten und der „normale“ Mensch davon lieber Hände weg nehmen soll? Oder sind es die von der 3. Klasse schwärmenden, die am liebsten nur noch sie nehmen würden, nachdem sie sie einmal ausprobiert haben? Wir sagen: die Wahrheit liegt irgendwo zwischen den beiden Meinungen!

3. Klasse bedeutet tatsächlich Komfortverzicht, auch wenn das Zugfahren in der 1. Klasse ja auch keinen Luxus mit 30 m2 Raum bedeutet. Es sind bei Vollbelegung nun mal 54 Personen statt 18 Leute, die dieselbe Wagonfläche und 2 Toiletten teilen. Es ist nun mal so, als wäre man in einem Hostelmehrbettzmer. Es mag also schon etwas spartanischer sein. Aber die Menschen sind alle sehr rücksichtsvoll miteinander und die meisten Fahrgäste, vor allem die Einheimischen, wissen ganz gut, wie sie sich verhalten sollen, damit in dem Wagon eine möglichst gute Atmosphäre herrscht. Es gibt auch durchaus Leute, die sich aus einem anderen Wagon in die 3. Klasse begeben, um dort die Atmosphäre zu genießen und sich mit anderen Reisenden auszutauschen. Man merkt, dass die 3. Klasse eine Anziehungskraft hat. Und das nicht ohne Grund!

Man kann in der 3. Klasse sehr gut mit Einheimischen in Kontakt kommen und schließlich lernt man nur darüber ein Land richtig kennen. Man kommt recht schnell mit den Russen in Kontakt und mit Hilfe eines Wörterbuchs kann man sich, wenngleich nicht tiefgründig, sehr nett verständigen. Ältere Personen können meist sogar noch ein paar Wörter Deutsch, die sie vor Jahrzehnten in der Schule gelernt haben. Es wird gerne Essen geteilt. Dies alles kann ein großer Vorteil gegenüber den anderen Wagenklassen sein. Wenn man also keine großen Komfortansprüche hat und sich mit der fehlenden Privatsphäre anfreunden kann, kann man die 3. Klasse nur weiterempfehlen. Viele empfinden die Fahrt in der 3. Klasse sogar als angenehm, sehr interessant und lustig.

Aussagen unserer Kunden zu der Fahrt in der 3. Klasse

Achtung – sollen Sie mit einem Fahrrad fahren, ist die Buchung von zwei übereinanderliegenden Plätzen in der 3. Klasse (ein Platz für das zusammengeklappte Fahrrad) zu empfehlen!