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1. Klasse bedeutet in den Transsib-Linienzügen einen Schlafwagen mit 2-Bett-Abteilen, wobei die Betten nicht über einander, sondern neben einander stehen. Gerne buchen wir für Sie ein 2er Abteil der 1. Klasse oder ein Abteil zur Alleinbenutzung für 1 Person.

Transsib-Tickets buchen

Ein Abteil der 1. Klasse bedeutet in den Linienzügen aber nicht, dass es auch über weitere Luxus-Einrichtungen verfügt, wie z.B. ein Fernseher oder eine Privattoilette und Dusche. Es gibt allerdings den Zug Nr. 4, der von Moskau über die Mongolei nach Peking fährt (in die andere Richtung ist es die Nummer 3), der eine Ausnahme ist – dort teilen sich je zwei Abteile der 1. Klasse eine Dusche. Es gibt außerdem Firmenzüge, die über einen extra Wagon mit Duschen verfügen, der meist an den Wagon der 1. Klasse angeschlossen ist.

So kann man eine Transsib-Reise mit Linienzügen auch in einer gewissen Luxusvariante genießen. Diese Luxusvariante ist wegen des Fahrplanes in die andere Richtung (von Peking nach Moskau) einfacher zu buchen, man muss also den Jetlag am Anfang der Reise in Kauf nehmen statt sich langsam an den Zeitunterschied zu gewöhnen. Schauen Sie sich dazu unser bereits ausgearbeitetes Angebot PEKLUX an (ab 3.130 € pro Person im Doppelzimmer). Diese Luxusvariante bedeutet:

  • die besten Linienzüge
  • ein Schlafabteil für 2 Personen
  • ausgewählte sehr gute Hotels in jeder Stadt unterwegs
  • jeweils maximal 1 Nacht im Zug, danach immer Hotelübernachtung
  • Reiseroute: Peking – Ulan Bator / Terelj Nationalpark – Irkutsk / Baikalsee – Nowosibirsk – Jekaterinburg – Moskau, 17 Tage

Loht sich denn überhaupt, das Vielfache für die Tickets zu bezahlen, um dann ohne fremde Personen zu reisen bzw. um das Abteil für sich alleine zu haben? Wir sagen: ja und nein! Personen, die es sich leisten können, sagen oft „Ja, das hat sich gelohnt und es ist das Geld wert, unter sich im Abteil zu sein“. Diejenigen, die dagegen auf die Ausgaben während der Reise achten müssen, sind überwiegend der Meinung, dass es auf keinen Fall des Geldes wert ist und führen gleich Argumente, die dagegen sprechen: die Abteile haben schließlich dieselbe Ausstattung, nur sind es zwei Betten statt vier; man trifft kaum einheimische Reisende, sondern nur westliche Touristen usw. Und damit haben sie auch recht!

Man ist in der 1. Klasse tatsächlich von den einheimischen Reisenden etwas abgeschnitten, da diese eher im Wagon der 2. oder 3. Klasse anzutreffen sind. Es gibt aber Gründe, die für den Kauf eines eigenen Abteils sprechen können. Wenn man z.B. lärmempfindlich oder beruflich unterwegs ist, ist das Zusammenleben und sich Kennenlernen keine Priorität. Auch für alleinreisende Frauen kann das eigene Abteil ganz angenehm sein.

Eine unserer Kundinen, die polnische Schriftstellerin Maja Wolny, die 2018 einen spannenden Roman über die Transsibirische Eisenbahn veröffentlicht hat, ist zwar auch im Wagon der 3. Klasse gereist, sie hat aber auf den langen einpaartägigen Strecken das eigene Abteil zum Schreiben, also zum Arbeiten genutzt. Da konnte sie ihre Ideen und Gedanken, die während des Zugfahrens entstanden sind, umgehend in Worte fassen. Das Resultat war unschlagbar! Das Buch „Powrót z północy“ („Rückkehr aus dem Norden“) empfehlen wir allen, die der polnischen Sprache mächtig sind. Vielleicht erscheint das Buch auch bald in der deutschen Sprache.